Was ist Geomantie?

geomantie_01Geomantie ist die alte Wissenschaft von den energetischen und geistigen Zusammenhängen zwischen Mensch, Erde und Kosmos. Orte sind geprägt von irdischen Energiemustern und kosmischen Einstrahlungen. Diese Faktoren, das haben wissenschaftliche Studien belegt, üben kontinuierlich einen Einfluß auf den Menschen aus. Sind sie in Balance, unterstützen sie den Menschen, sind sie gestört, führt dies zu Krankheit oder anderen Schwierigkeiten.

Mit jeder Aktivität an einem Ort verändern wir die lokalen Energie- bzw. Bewußtseinsfelder. So ist es von großer Bedeutung, ob an einem Ort früher zum Beispiel ein Heiligtum errichtet war, das Besucherströme mit sich brachte, die die Göttin anbeteten oder ob sich an einem Platz die Geschehnisse von Kriegsverbrechen oder anderen negativen Handlungen zugetragen haben. Die Ereignisse wirken hindurch bis an den heutigen Tag und beeinflussen die Bewohner an diesem Ort. Auch durch die Errichtung eines Baukörpers kann das Ätherfeld des Ortes verändert und geologisch bedingte Strahlung gebrochen oder umpolarisiert werden. Die Aufgabe der Geomantie ist, Orte, menschliche Siedlungen und Landschaften zu harmonisieren, um ein gesundes und unterstützendes Lebensumfeld zu schaffen. Dies geschieht u.a. auf der Grundlage von Naturbeobachtungen, Gestaltinterpretation, dem Anwenden von Analogiesystemen und dem Erspüren des Unsichtbaren.

Geomantie schließt u.a. die Radiästhesie, die Baubiologie, Geologie, hermetische Wissenschaften, die heilige Geometrie, Zahlen- und Proportionslehre, Standortastrologie, Umweltpsychologie, Farbenlehre, Musik und Kunst, aber auch geistige und zeremonielle Arbeit mit ein.

geomantie_02Über Jahrtausende richteten die Menschen ihr Leben nach den universellen Gesetzmäßigkeiten der Geomantie aus. Bis zum Anbruch des Patriarchats fand ihre eigentliche Bestimmung, mit der Natur in vollkommenen Einklang zu leben, zentralen Ausdruck im Leben des Menschen. Später, parallel zur Entwicklung des Ich-Bewußtseins im Menschen, wurde die Geomantie mehr und mehr zur gezielten Beeinflussung der Kraftfelder verwendet. geomantie_03Das Wissen der Geomantie war in sämtlichen Hochkulturen, in Ägypten, Griechenland, Rom, aber auch bei den Kelten, im Germanentum und schließlich im Christentum, Grundlage für die Planung von Landschaften, Stadtgründungen und Bauten wie Schlössern und Heiligtümern.

geomantie_04In christlichen Sakralbauten, wie etwa in romanischen und gotischen Kirchen, wurden durch den gezielten Einsatz von z.B. Form, Farbe, Proportion und geomantische Installationen, einzigartige Atmosphären geschaffen, die die Anbindung an die geistige Welt ermöglichten. Auch in der Gartenkunst kam die Geomantie zum Einsatz, Sanssouci in Potsdam, der Englische Garten in München oder die Muskauer Parkanlage, um nur einige Beispiele zu nennen. Neben der indischen Geomantie „Vastu Vidya“ oder „Vastu Shastra“ gibt es die chinesische Geomantie, das „Feng-Shui“.

Das Wissen um die Geomantie wurde zunehmend, während wir uns zum verstandesmäßigen, materialistisch denkenden Menschen entwickelten, verdrängt. Seit ca. 20 Jahren jedoch gelangt die Wichtigkeit der Geomantie wieder in das Bewußtsein der Menschen. Sie lehrt uns heute, in Einklang mit den Gesetzmäßigkeiten des Lebens zu wirken. Nicht nur am Wohnort ist sie für Gesundheit und Unterstützung der eigenen Lebenskraft ausschlaggebend, auch in der Ökologie, im Hinblick auf die Umweltzerstörung und das Gleichgewicht der Erde, ist sie zukunftsweisend.

© 2013 Petra Gehringer